Psychotherapie

  • Die Verhaltenstherapie zählt neben der psychoanalytischen Psychotherapie, der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie, der systemischen Therapie und der Gesprächspsychotherapie zu den bedeutsamen psychotherapeutischen Schulen.
  • Verhaltenstherapie für Erwachsene wird in Deutschland von ärztlichen und psychologischen Psychotherapeuten als Heilbehandlung angeboten. Psychologische Psychotherapeuten müssen hierfür nach ihrem Diplom oder Master in Psychologie eine drei- bis fünfjährige Ausbildung in Verhaltenstherapie an einem staatlich anerkannten Ausbildungsinstitut absolvieren, die mit dem Fachkundenachweis in Verhaltenstherapie und der Staatsprüfung abgeschlossen wird. Um heilbehandeln zu dürfen, muss die Approbation als psychologischer Psychotherapeut von der Bezirksregierung erteilt werden. Die Eintragung in das Arztregister bei der Kassenärztlichen Vereinigung ist dann die Voraussetzung, um im System der Gesetzlichen Krankenversicherungen auf dem Wege einer Kassenzulassung oder auf dem Wege der Kostenerstattung (nach SGB V §13, Abs. 3) abrechnen zu können. Teilweise fordern auch die Privaten Krankenkassen den Eintrag ins Arztregister für eine Leistungsgenehmigung.
  • Die Berufsbezeichnung „Psychotherapeut“ ist gesetzlich geschützt und darf ausschließlich von Psychologen und Ärzten geführt werden, die eine Approbation als Psychotherapeut nachweisen können.
  • Die Verhaltenstherapie basiert auf der empirischen Psychologie und hat ihre Wurzeln in der Lerntheorie. Psychische Störungen und die damit verbundenen Erlebens- und Verhaltensweisen werden als gelernt betrachtet. Durch die Methoden der Verhaltenstherapie können die Symptome auch wieder „verlernt“ bzw. bewältigt und damit verringert oder beseitigt werden.
  • Die therapeutischen Maßnahmen werden aus einer speziellen Diagnostik abgeleitet, welche auf das Verhalten, das Denken und die körperlichen Reaktionen ausgerichtet ist. Die Therapie selbst setzt in erster Linie an den aktuellen äußeren und inneren Bedingungen an, die die Störung und die Symptome aufrechterhalten.
  • Im Einzelfall wird daher aus der Analyse der konkreten Bedingungen, unter denen die Symptome auftreten, deren „Funktionalität“ herausgearbeitet. Ausgehend hiervon werden konkrete Ziele auf den verschiedenen Ebenen des Verhaltens und Erlebens abgeleitet und durch therapeutische Anleitungen Schritt für Schritt umgesetzt. Dabei wird sowohl auf die zielgerichtete Veränderung von Handeln und Verhalten (z.B. Verringerung der Vermeidung angstauslösender Situationen) als auch auf die Veränderung gedanklicher und gefühlsmäßiger Prozesse (z.B. das Verändern häufig wiederkehrender negativer Gedanken) geachtet. Ggf. werden auch klare Hilfestellungen zur günstigen Beeinflussung und zum Training körperlicher Funktionen (z.B. das Erlernen von körperlicher Entspannung) gegeben.
  • Ziel einer Verhaltenstherapie ist die Verbesserung der Selbstmanagement-Fähigkeiten eines Patienten.

Rahmenbedingungen

Rahmenbedingungen

In meiner Praxis können psychotherapeutische Leistungen mit folgenden Kostenträgern abgerechnet werden:

  • gesetzlichen Krankenkassen (Ersatzkasse, AOK, IKK, BKK, LKK, Bundesknappschaft, Seekrankenkasse)
  • privaten Krankenversicherungen,
  • Beihilfe,
  • anderen Kostenträger (z.B. Postbeamtenkrankenkasse A und B, Heilfürsorge Polizeivollzug Bund und Land, Heilfürsorge Bundeswehr).

Darüber hinaus besteht im Ausnahmefall die Möglichkeit der Privatliquidation, falls Sie aus nachvollziehbaren Gründen keine Abrechnung der Leistungen über einen der genannten Kostenträger wünschen und die Kosten der Psychotherapie selber tragen möchten.

 

Weiterführende Links

  • Psychotherapeutenkammer NRW (Link)
  • Deutsche PsychotherapeutenVereinigung (Link)
  • Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) (Link)
  • Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) (Link)